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Eine Robbe auf Reisen

Polen/Baltikum Tag 8-11 Riga-Kuldiga-Jürkalne-Ventspils

einerobbeaufreisen

Tag 8: Riga [19.09.]

 

Das Frühstück im Hotel war wirklich Spitze: ausgewogen und abwechslungsreich. Man holte sich am Kiosk eine Tageskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel, die 1,90 Lat (2,70€) kostete und fuhr mit der holprigen Straßenbahn ins Zentrum. Am Ende des Tages stellte man jedoch fest, das fast alles bequem zu Fuß im Zentrum zu erreichen ist und eine 5er Karte preisgünstiger gewesen wäre.

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Nachdem man die ersten Highlights besichtigt hatte, ging es zum „Markt“. Man muss sich den Dresdner Weihnachtsmarkt vorstellen und dazu noch 4-5 riesen Hallen, die ursprünglich für Zeppelinreperaturen entworfen wurden und heute in diverse Lebensmittelgruppen und Bekleidung unterteilt sind. Nach etwa einer Stunde „umherirren“ und sich inspirieren lassen für das Mittagessen, bestellte man mit seinem 10 Jahre vergangenen Schulrussisch Gulasch mit Reis und Salat. Für 2 gute Portionen bezahlte man 3,40€ und es war richtig lecker. Danach ging es mit vollen Magen in die Neustadt um den berühmten Dom zu besichtigen. Dabei fällt auf das Riga sehr viele gepflegte Parks und Grünanlagen hat. Am Nachmittag rettete man sich gerade noch so ins örtliche McDonalds um einem üblen Regenschauer zu entwischen.

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Skonto FC Riga – FC Jurmala 1:0

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http://i1180.photobucket.com/albums/x412/Gavitello/SkontoRiga7.jpgDa man keine Lust mehr auf „Kultur“ hatte, machte man unbewusst vor 17 Uhr zum Stadion los, was sich etwa 15 Gehminuten vom Zentrum befindet. Man konnte schon die Gegengerade sehen, hörte man einen Anpfiff??? Die werden doch nicht etwa....Doch....Spiel vorverlegt, da Skonto wahrscheinlich dachte aufgrund des miesen Wetters könnte es etwas eher dunkel werden und man könnte sicherlich etwas Strom sparen. Für einen „unverschämten“ Lat gab es Eintritt für die Haupttribüne des Nationalstadions und leider verpasste man 5 Minuten. Na ja, passiert....besser als wäre man kurz vor 18 Uhr da gewesen. Das Stadion mit etwa geschätzten 150 Zuschauern „gut“ gefüllt, wobei dann bei soccerway utopische 500 Leute angegeben wurden. Diese sahen dann wieder einmal ein ganz schlechtes Spiel, was aber auch an den miesen Platzverhältnissen aufgrund des Regens lag. Das Stadion in verwaschenen rote Sitze gehalten, wobei die eine Hintertorseite nicht bebaut war. Auf Heimseite versuchten sich 12 „Supporter“ am Stimmung machen.

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Tag 9: Jurmala [20.09.]

 

Heute wollte man einen „chilligen“ machen und fuhr in den 20km entfernten Badeort Jurmala. Die Kurtaxe die beim durchfahren vor der Brücke entrichtet werden musste, ignorierte man irgendwie unwissend. Kontrolliert wurde irgendwie glücklicherweise nicht. Das Auto kostenneutral direkt an der Touristeninformation abgestellt und die Uferpromenade auf und abgelaufen. An einem kleinen, aber einladenden Restaurant angehalten und utopische 16€ für Vorspeisen-Hauptgericht-Getränk und Trinkgeld bezahlt. Nachher wollte man irgendwie keinen Meter mehr gehen und „rollte“ zum Strand und setzte sich eine halbe Stunde auf eine Bank und lauschte dem Meer.

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Tag 10: Riga – Kuldiga – Jürkalne – Ventspils [21.09.]

 

Nachdem man Riga „Auf Wiedersehen“ gesagt hatte ging es über „Umwege“ nach Ventspils. Zuerst wurde über lettische Landstraßen Kuldiga angefahren. Hier soll irgendwie ein Dorf entstanden sein, das den typischen Charakter des 18./19. Jahrhunderts haben sollte, aber irgendwie sah die ganze Stadt so aus ;-). Nach etwa einer Stunde umherlaufen besichtigte man noch den breitesten Wasserfall Lettlands.

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http://i1180.photobucket.com/albums/x412/Gavitello/Kuldiga2.jpgVon Kuldiga ging es nun an die baltische See nach Jürkalne. Jürkalne ist ein kleiner netter Ort mit kilometerlangen unberührten Sandstränden und Steilklippen. Nach kurzem Strandspaziergang ging es auf einen kleinen Rastplatz den erworbenen Campingkocher mit Ravioli einzuweihen.

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Ventspils wurde dann nach 40km auch erreicht, wo man in einer kleinen Pension „Maija“ für 17 Lats(25€) eincheckte. Eine nette Hausdame konnte jedoch kein Englisch, sodass man mit „Händen und Füßen“ sein Anliegen erklärte und nur eine Nacht bleiben wollte.

 

Tag 11: Ventspils – Kaunas [22.09.]

 

Da das heutige Spiel erst 17 Uhr sein sollte ging man den ganzen Tag völlig entspannt an und verließ die Pension erst 12 Uhr. Zuerst fuhr man zum Hafen und stellte dort das Auto ab und schlenderte die Hafenpromenade entlang als man „heimische“ Klänge vernahm.

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War doch tatsächlich ein Bierzelt auf dem Markt aufgebaut und vom deutschen Kulturverein Ventspils ein Oktoberfest zum 5. Mal organisiert wurden. Am Grill gab es dann für 1 Lat Bratwurst mit Sauerkraut und Zwiebeln. Dazu war noch Markt, was reichlich Leute anlockte und im Bierzelt wurde Blasmusik gespielt und deutsche Heimatlieder geträllert. Nachher ging es das letzte Mal für dieses Jahr ans Meer um noch einmal Meerluft „aufzusaugen“.

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Am Strand ging es dann zu den „Dienvidu Mols“, eine Art Promenade direkt ins Meer und begrenzt durch Betonwellenbrecher.

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Ventspils wirkte eher als verschlafene Kleinstadt, wo sich Holzhäuser mit Neubauten abwechselten. Gerade im Hafenareal waren viele Holzhäuser verfallen oder zu verkaufen, teilweise aber auch die abgewracktesten Bauten noch bewohnt.

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FK Ventspils – Skonto FC Riga 1:1

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Eine halbe Stunde vor Anpfiff war man am Stadion und besichtigte noch etwas das olympische Centre bestehend aus diversen Hallen und Tennisplätzen. Eintritt gab es wieder für einen Lat, wobei das heutige Geschehen beim Topspiel schon besser besucht war, als das Spiel in Riga. Etwa http://i1180.photobucket.com/albums/x412/Gavitello/FKVentspils5.jpg700 Zuschauer, davon auch eine Handvoll Gäste im knapp 3000er Stadion. Die „Heimultras“ waren ganze 9 Hanseln hinter einer Fahne. Das Stadion charakterisiert eigentlich nur die überdachte Haupttribüne, die anderen 3 Seiten sind ohne jeglichen Ausbau. Über das Spiel sollte man eigentlich wieder kein Wort verlieren, trotz das die Teams hier im Baltikum einen enormen jungen Altersdurchschnitt haben, sind diese echt keine begnadeten Fußballer. Insgesamt war das Gesehene mal wieder auf sehr niedrigem Niveau. Teilweise kamen kaum Spielzüge zu Stande, sondern es gab entweder nur wildes Getrete oder „Hauptsache der Ball ist weg“ Aktionen.

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Gleich nach dem Spiel ging es dann noch die 400km nach Kaunas. Wieder einmal kam man auf den durchschnittlich gut ausgebauten Straßen recht gut voran, sodass man sogar eine Stunde laut Navy gut machte. Da man Kaunas mal wieder nur als „Transitland“ nutzen wollte, suchte man sich ein Hotel direkt an der A1 heraus. Das „Via Baltica“ vor den Toren Kaunas gab es für 110 Litas (32€) die Nacht und reichte vollkommen zum Schlafen aus.

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