Overblog Alle Blogs Top-Blogs Reisen & Veranstaltungen
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU
Eine Robbe auf Reisen

Polen/Baltikum Tag 12-14 Kaunas-Lodz-Bischofswerda

einerobbeaufreisen

Tag 12: Kaunas – Lodz [23.09.]

 

Nach Recherche sollte die 550km Fahrt rund 7,5h gehen. So verlies man unter Dauerregen und tief hängenden Wolken die 2. größte Stadt Litauens. Wie bereits gesagt, nutzte man Litauen bei Hin-und Rückfahrt nur als Transitland, was aber sicherlich noch mal in naher Zukunft intensiver bereist wird. Da am Sonntag doch weniger LKW´s unterwegs waren als gedacht, kam man erstaunlich gut voran, trotzdem hatte man einige Fluchmomente auf polnischen Straßen erlebt und die waghalsigste Fahrsituation seines Lebens: aber man machte es nur den Polen nach (genaueres dann bei Einzelgesprächen ;-) ). 17 Uhr erreichte man dann endlich Lodz und checkte im Hotel „Boutique“ gegenüber vom Stadion „K.K.S. S.M.S.“ ein, einer Sportschule, dessen Stadion immerhin ein 3000er ist mit blauen Sitzschalen. Beim Abstellen des Autos sah man auch eine Mannschaft am Trainieren...Schade, hätte ich ja auch ein Spielchen sein können ;-). Nun nach dem Einchecken für 2 Tage in Lodz stand man in den ganzen Tagen bei knapp 20€ pro Person in den Übernachtungen, was man als wirklich gut ansehen kann, da wir keinen „Reinfall“ erlebten und alle Hotel bzw. Überachtungsmöglichkeiten sauber und zum Teil gutes Frühstück boten.

 

http://i1180.photobucket.com/albums/x412/Gavitello/Lodz.jpgTag 13: Lodz [24.09.]

 

Bis halb 12 blieb man locker im Hotel, da laut Internetseite von Widzew ab 12 Uhr die Ticketschalter aufmachen wollten. Kurz vor 12 war man dann am Stadion und wurde von Kasse zu Kasse geschickt. Am Ende kam man wieder an Kasse A an und konnte sich für je 10 Zloty eine Karta Kibica machen lassen. Dabei war die nette Dame sehr zuvorkommend und füllte für uns die „Zettelwirtschaft“ aus, danach „hackte“ sie alles noch einmal in den Computer ein = Wieso nicht gleich den "Perso" wie woanders und in den PC? Zu mindestens ging es doch recht zügig voran und man hatte nach 10 Minuten die KK in der Hand. Nun ging es wieder zur Kasse B, wo wir nun mit der KK unsere Karten kaufen konnten. Ging fix...nach 2 Minuten hatten wir diese für den unüberdachten Teil der Haupttribüne in der Hand. Fast 40 Zloty mehr sollte der überdachte Teil kosten, aber es sollte ja nicht regnen. Nach dem ganzen „Gemache“ wieder ins Hotel und das Auto abgestellt und zu Fuß in die Innenstadt.

http://i1180.photobucket.com/albums/x412/Gavitello/Lodz3.jpg

Dort dann die größte Einkaufsstraße Europas „Piotrkowska“ abgelaufen. Etliche Geschäfte luden zum „Bummeln“ ein, oder zahlreiche Restaurants zum Verweilen, jedoch haben die türkischen Bistros auch schon gut Fuß gefasst und es gibt fast an jeder Ecke Döner. Die in einem engl. Reiseführer typischen Hotdog-Stände waren dagegen kaum nach zu sehen. Am pl. Wolnosci wurde dann kehrt gemacht und man verspürte Appetit auf Griechisch. Also landesuntypisch mal zum Griechen gegangen und wieder sehr preiswert gegessen. Da man nun noch 3 Stunden bis zum Anpfiff hatte, ging man zurück zum Hotel und fuhr mit dem Auto zur Gedenkstädte „Radegoszcz“. Diverse Angaben im Internet sagen das Lodz das 2. größte Ghetto Polens hatte und an diesem Bahnhof wurden Juden in diverse KZ´s deportiert. Der Bahnhof wurde als Museum eingerichtet inkl. einer Lok und Wagons für den Abtransport. In der Nähe befindet sich auch noch der größte jüdische Friedhof Europas.

http://i1180.photobucket.com/albums/x412/Gavitello/Lodz5.jpg

http://i1180.photobucket.com/albums/x412/Gavitello/Lodz6.jpg

http://i1180.photobucket.com/albums/x412/Gavitello/Lodz7.jpg

 

Nachdem man sich wieder durch den Lodzer Feierabendverkehr gekämpft hatte, kaufte man sich Tickets für die Tram, die für eine 20 minütige Fahrt 2,40 Zloty kosteten was reichte um zum Stadion zu kommen.

 

Widzew Lodz – Gornik Zabrze 1:1

 

http://i1180.photobucket.com/albums/x412/Gavitello/Widzew2.jpgDas knapp über 10000 Zuschauer fassende Stadion war heut mit 6000 Zuschauern gefüllt. Durch einen Protest der Heimfans waren keine Fahnen aufgehängt worden und auch die Heimkurve war nur spärlich besucht. Nur ein Transparent zum Stadionbau „beflaggte“ die Gegengerade. Die Karten für die unüberdachte Haupttribüne kamen 40 Zloty, was für das schöne oldschool Stadion angemessen war. Die verwaschenen roten Sitzschalen haben auch schon bessere Zeiten gesehen und der Gästeblock war schön mit Gras verwachsen. Ein schöner Anblick, gegenüber den sterilen 0815 Betonbauten der „Neuzeiten“ ohne Charakter und Geschichte. Eine gewisse Art von „Stimmung“ entwickelte sich dann aber doch, die jedoch völlig unkoordiniert von der Hintertortribüne und Gegengeraden vorgetragen wurde. Das Spiel war teilweise echt Balsam für die geschundene Seele des Baltikumfußballs. Beide Teams hatten auch mal taktische Spielzüge vorzuweisen und einige Akteure glänzten mit technischen Raffinessen. Widzew erarbeitete sich gute Chancen, jedoch konnte Zabrze das erste Tor markieren...so ist halt Fußball. Im 2. Abschnitt konnte Lodz dann ausgleichen und man sah was für Potenzial eigentlich in diesem Stadion steckt, als alle gemeinsam Widzew anfeuerten. Nach dem Spiel ging es gleich ins Hotel um die letzte Nacht auf dieser Tour in Polen zu nächtigen.

http://i1180.photobucket.com/albums/x412/Gavitello/Widzew4.jpg

http://i1180.photobucket.com/albums/x412/Gavitello/Widzew5.jpg

http://i1180.photobucket.com/albums/x412/Gavitello/Widzew3.jpg

 

Tag 14: Lodz – Bischofswerda [25.09.]

 

Relativ früh wach ging es vor 10 Uhr auf in Richtung Heimat. Noch an einem kleinen Markt in einer Kleinstadt angehalten und gefrühstückt wurden die letzten Zloty noch in den Tank „geballert“. Wie bei Rechenbeispielen in der Formel 1 kam man auch bis Zgorzelec an die Grenze, wie berechnet, ohne größere Ereignisse. Am Ende standen bei meinem „Guten“ fast 4000km auf der Uhr ohne Probleme. Wir haben viel gesehen und erlebt und die 2 Wochen preislich sehr günstig verlebt. Für Pauschalurlaube bin ich irgendwie noch zu „jung“, da ich nicht 10-14 Tage auf einem Fleck verweilen kann und mir am Swimmingpool des all-inklusive Hotels den „Wanzt“ vollschütten kann. Na ja, mal sehen, wo es nächstes Jahr hingeht, diverse Ideen schweben schon wieder in unseren Köpfen, vielleicht lebt da der „Mitsu“ noch....Am Ende kam man auf folgende Kostenverteilung: Übernachtung(41%), Essen + Sonstige(33%) und Sprit(26%).

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentare
F
Danke für die coolen Impressionen + Infos, hat wieder mal Spaß gemacht seit mehreren Wochen mal wieder was von dir zu lesen ;-)<br /> Vielleicht seht man sich demnächst ja mal wieder oder macht mal wieder was kleines, hab grad nich soviel Geld für große Sprünge...<br /> <br /> VG Fin<br /> <br /> PS: Meld dich mal ;-)
Antworten