Polen/Baltikum Tag 1-3 Bischofswerda - Saulkrasti
Tag 1: Bischofswerda – Warschau [12.09.]
Diverse Pläne schmiedete man schon letztes Jahr und irgendwie beschäftigte man sich dann nicht mehr mit diesen Ideen. Der Urlaub rückte jedoch immer näher und 2 Wochen vorher wurde dann endlich „Nägel mit Köpfen“ gemacht. Ziemlich spät ging es in „Schiebock“ los, plante jedoch genug Zeit ein, da es ab Breslau nur noch über Landstraßen nach Warschau ging um ein paar Kilometer zu sparen. Dies kostet viel Zeit und vor allem Nerven, da durch die vielen LKW´s ein zügiges fahren nicht möglich ist. So brauchte man für die knapp 380km 6 Stunden. Wer zügiger fahren möchte, sollte dann nördlich fahren und die A2 von Poznań aus nutzen. Man kam gegen 20.30 Uhr in Warschau an und steuerte das erste herausgesuchte Hotel an, wurde aber irgendwie nicht fündig, da diverse Baustellen den Weg dahin versperrten. Also Hotel 2 anvisiert, jedoch war dieses bereits ausgebucht. Die Nerven langsam am durchdrehen, wurde der „Ibis-Joker“ gezogen. Etwas teurer, aber immerhin für 2 Tage eingecheckt, da man nicht noch eine Stunde durch Warschau irren wollte.
Tag 2: Warschau [13.09.]
Gemütlich ging es halb 11 bei leichtem Nieselregen und Windböen in die Innenstadt. Dabei lief man zuerst am Ufer der Weichsel entlang und am neuen Nationalstadion vorbei.
Trotz des grauen Wetters wusste die Altstadt (stare mesto) zu gefallen. Etliche Plätze und enge Gassen luden zum Verweilen ein. Diverse Sehenswürdigkeiten wurden „abgeklappert“ bevor man in die „Neustadt“ machte um etwas zu shoppen: ist schon geil, wenn man bei H&M einen eigenen Bereich für Jogginghosen hat, denn den sucht man in Dresden vergeblich ;-). Nach etwa 6 Stunden umherlaufen, hatte man dann auch irgendwie die „Schnauze“ voll und gönnte sich ein Maß Bier und die Dame machte man glücklich mit gegrillten und gezuckerten Ananasscheiben...Urlaub eben.





Tag 3: Warschau – Vilnius – Saulkrasti [14.09]
Durch die bevorstehende Zeitumstellung und die Erfahrungswerte auf der Strecke Breslau-Warschau machte man bereits 10 Uhr los, da 19.30 Uhr Anstoß in Vilnius sein sollte. Das zeitige Starten stellte sich als goldrichtig heraus, denn man erreichte nach 7,5 Stunden für die 450km kurz vor 19 Uhr die litauische Hauptstadt. Wieder einmal waren die polnischen Landstraßen die Tücke, sodass man Dank Navy auch mal auf Wirtschaftwege ausweichen musste um einen kilometerlangen Stau zu umfahren. Ab Litauen und dem Grenzübergang in Ogrodniki war nun kaum Verkehr vorhanden und die Straßen erstaunlich gut ausgebaut. Auf der gesamten Strecke nach Vilnius war nun „dörfliche“ Atmosphäre angesagt: ab und an mal ein Haus, wobei die Grundstücke wenig gepflegt waren. Teilweise meterhohes Gras und eingefallene Holzhäuser. Irgendwie kam bis 15 km vor Vilnius nicht wirklich das Gefühl auf, das bald die Hauptstadt vor einem liegen sollte. In Vilnius wurde das Auto dann direkt am Stadion abgestellt.
Zalgiris Vilnius – Gargzdy Banga 2:0
Eintritt fürs heutige Erstligaspiel kostete je 10 Litas (2,90€). Das Stadion „Vetros LFF“ besitzt 3 Tribünen in diversen Farben. Dazu aufgrund der Witterung im Winter einen Kunstrasen. Da die Sonne endlich einmal schien, machte man es sich auf der Gegengerade bequem. Der Heimblock wurde von etwa 50 Hanseln unter den anwesenden 600 Zuschauern gebildet, die bemüht waren dauerhaften Support an den Tag zu legen. Hinter den 4 Fahnen wurde dann im 2. Abschnitt grün-weißer Rauch gezündet, was alles etwas „aufwertete“, denn das Niveau auf dem Rasen war nicht besonders erstligatauglich. Man gönnte sich während des Spiels geröstetes Knoblauchbrot und „türkischen“ Kaffee, da es nach dem Spiel noch etliche Kilometer gehen sollte. Man entlarvte übrigens noch eine Gruppe Hopper, die uns aufgeregt fotografierten: wir sind halt ein geiles Pärchen ;-).
Nach dem Spiel wollte man unbedingt noch bis Riga kommen. Dank der Autobahn kam man von Vilnius auch die ersten 140km ganz gut voran. Eine Besonderheit hier ist, dass es trotz km/h 130 und kurzzeitige Drosselung auf 110 Bushaltestellen gibt und Wendemöglichkeiten für die Gegenfahrbahn um diverse Orte zu erreichen. Bis kurz nach 1 Uhr spulte man noch Kilometer und erreichte etwa 40km hinter Riga den angestrebten Ort Saulkrasti. Ich hatte mir hier 2 Hotels heraus gesucht, wobei wir gleich beim ersten eincheckten. Es glich eher einer Art Pension und man weckte die Hausdame. Für 40€ die Nacht konnte man im angrenzenden Bungalow der „Pie Majas“ ein paar Stunden die Augen zu machen.