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Eine Robbe auf Reisen

25.02.11-28.02.11 Osteuropatour

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25.02.11 Spartak Trnava – Slovan Bratislava 1:3

http://i1180.photobucket.com/albums/x412/Gavitello/SpartakTrnava.jpgFreitag 10 Uhr ging es los gen Slowakei. Erstaunlich gut durch gekommen und somit 1,5 Stunden vor Anstoß Trnava erreicht. Kurz vor Trnava lief ein Schäferhund mitten auf der Autobahn, der sich jedoch vom nahen Feierabendverkehr nicht beirren lies. In Trnava gleich am Stadionnahen Parkplatz das Auto abgestellt und Karten für die Haupttribüne für 5 Euro gesichert. Das Stadion fast 18800 Zuschauer und hat den typischen Ostblockflair. Auf dem Nebenplatz erstrahlte ein riesen Ultras Spartak Graffiti inkl. verfallener Traversen. Hinter der Heimkurve sammelten sich herausgerissene Sitzschalen von den Gegengeraden. Vor dem Spiel wurden kostenlos Tüten mit Chips verteilt, wo sich die Massen drauf stürzten. Bis zum Anstoß füllte sich das Stadion mit 8760 Leuten, davon etwa 1000 Gästefans, die Aufgrund des Sicherheitsspiels nicht mehr Karten bekamen. Die Gäste hatten 11 Zaunfahnen mit im Gepäck und am Zaun hing ein „Schuligaymi zamreze“ Spruchband. Das Spiel begann und auf Heimseite wurde eine Blockfahne im Freddy Kruger Comic Style hoch gezogen, dazu paar Bengalos, Schwenkfahnen und La Bombas. Die Gäste konzentrieren sich nur aufs singen. Nach 20 Minuten fällt das 1:0 für Trnava und die Ordner am Gästeblock pöbeln schön gen Slovan Fans, die mit etlichen La Bombas antworten, sodass einige Ordner arge Probleme hatten auszuweichen. Die Freude hielt leider nicht ganz an, denn bereits im Gegenzug fiel der Ausgleich. In der Heimkurve versammelten sich etwa 2000 Kibice, von denen etwa 1000 permanent in Bewegung waren. Und nun der Hammer: in der 30 Minute leuchteten ohne Vorahnung 35-40 Bengalos überall in der Kurve auf, was frenetisch!!! beklatscht wurde vom Rest des Stadions. Unvorstellbar bei uns in Deutschland. Abgerundet wurde das ganze von einem weißen Rauchtopf der das Spiel arg einnebelte, jedoch machte der Schiedsrichter keine Anstalten das Spiel zu unterbrechen. Kurz vor der Halbzeit fiel der nicht ganz unverdiente Führungstreffer für die Gäste. Die 2te Halbzeit begann vom spielerischen eher ermüdend, jedoch ließen beide Kurven von ihrem Enthusiasmus nicht locker…sehr gute Lautstärke auf beiden Seiten. Man wartete jedoch die ganze Zeit auf den Moment, wenn Slovan endlich was fürs Auge bieten würde und man musste bis zur 78. Minute warten. Eine Blockfahne wurde hochgezogen und am Zaun hing eine transparente Slovan Bratislava Fahne…dahinter wurden 10 Blinker gezündet. Sah ganz nett aus. Auf Heimseite verirrte sich ein Kaminholzscheid in den Strafraum, was jedoch sofort vom Ordnerjungen entfernt wurde. Kurz vor Ende des Spiel kam man noch ins Gespräch mit einem älteren Herren, der perfekt Deutsch konnte und bisschen was über Spartak erzählte, sowie das sein Sohn bei Teplice gespielt hat. Nach dem Spiel ging es gleich zum Auto, sodass man die Übergriffe auf Slovan verpasste.



Nun ging es nach Bratislava, da man noch ein paar Kilometer fahren wollte und vorher im Internet ein Hostel für 12 Euro die Nacht im 12- Bett Zimmer ausgesucht hatte.

 

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  26.02.11 Szigetszentmiklósi TK - Erzsébeti SMTK 1:1

http://i1180.photobucket.com/albums/x412/Gavitello/Szigetszentmiklsi3.jpgFrüh ging es nach dem auschecken gen Ungarn, denn 11 Uhr wartete bereits das Testspiel des 2. Ligisten Szigetszentmiklosi. Schock beim erreichen des Sportplatzes, ja Sportplatz trotz 2. Liga, denn das Spiel wurde bereits eine Stunde vorher angepfiffen, sodass man nur die 2te Halbzeit sehen konnte. Das „Stadion“ fast 1200 Leute und hat einen Kunstrasenplatz, dazu noch 5 Traversen mit Sitzschalen. Zur Halbzeit stand es bereits 1:1, sodass man leider kein Tor mehr sehen konnte.

Nachher ging es dann weiter nach Budapest auf der M1. Vom Stadtrand Richtung Innenstadt wurden als erstes Pennersiedlungen in Gebüschen gesehen…leider erster negativ Eindruck dieser 1,5 Millionen Stadt. Man suchte erst einmal einen Tesco auf, wo man was für den Magen tat. Dann ging es weiter in die Innenstadt, wo man sich ein Hostel für 8 Euro die Nacht im Vierbettzimmer sicherte. Der Stadtteil noch unsaniert, was etliche Einschusslöcher vom 2. Weltkrieg in den Mauern der Wände zeigte. Das Hostel jedoch mit urige Einrichtung, aber alles sauber. Manch einer würde sagen: Glücksgriff. Da man „eigentlich“ noch viel Zeit hatte, wurde das Puskas Ferenc Stadion noch angefahren und paar Fotos geschossen. Als man nun am Hindegkuti Nandor Stadion war, kam doch Zweifel auf, wieso bereits 15 Uhr der Anpfiff ertönte, da überall 16.00 Uhr als Anstoßzeit geschrieben war und bereits Szigetszentmiklosi früher stattfand. Die Zeitzonentheorie, von der man nie was gehört hatte, wurde aber fallen gelassen, denn das Spiel wurde getauscht wegen der TV Übertragung

 

26.02.11 MTK Budapest – Budapest Honved FC 3:1

Heute war der Eintritt frei, da man Zuschauer werben wollte, sodass man sich es auf der Haupttribüne gemütlich machte. Auf der Gegengerade machten sich etwa 800 Kispest Anhänger hinter 21 Fahnen breit, da beide Stehplatzkurven nicht freigegeben waren. Insgesamt besuchten 1200 Zuschauer dies Spielchen. 22. Minute fiel das 1:0 für die Gäste. Stimmung war okay…ein Capo mit Megafon versuchte die Leute anzuheizen, jedoch zogen nur etwa 150-200 permanent mit. Kurz vor der Halbzeit fiel der Ausgleich, wobei die Gästefans: „KKK-Jude-MTK“ skandierten. Später wurde einem erklärt, dass MTK eine der wenigen Vereine in Ungarn ist, die leicht „Links“ angehaucht sind und der Rest des Landes doch stark nationalistisch geprägt ist. Die 2te Halbzeit dümpelte nun so dahin, wobei noch 2 Tore für MTK fielen. Weiter ging es zu Ujpest.

 

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  26.02.11 Ujpest FC - Kaposvári Rákóczi 3:2

Anstoß 17.30 und Eintritt 2000 Forint. Das Szuza Ferenc Stadion fasst normalerweise 13500 Zuschauer. Heute verirrten sich jedoch nur 3276 Leute ins lila-weiße Rund. Irgendwie gefiel mir die Bude rein optisch schon mal nicht und architektonisch hatte sie auch nicht viel zu bieten. Na ja, Kreuz musste trotzdem her. Im Gästeblock verirrten sich wenigstens 35 Fans inkl. Einer Fahne. Vor dem Spiel gab es eine Schweigeminute, sowie eine kleine Zettelchoreo der Heimkurve, dazu ein Spruchband über der Bulldogfahne: „Kapitany visszavarank“. Ujpest irgendwie mit den Gedanken in der Kabine lag nach 30 Minuten bereits 0:2 hinten. Kurzer Schock der 800-1000 Fans in der Heimkurve, jedoch peitschten sie ihre Elf mit guter Lautstärke weiter nach vorn angetrieben durch ihren Capo mit Mikrofonanlage und den 2 Trommlern auf dem Zaun. Und nun folgte eine Halbzeit, die dass Fußballherz frohlocken lies. Ujpest machte nach dem Wiederanpfiff mächtig Druck und konnte durch einen Doppelschlag in der 48. Und 52. Minute den Ausgleich erzielen. Die 3250 Heimfans am waren am ausrasten. In der 85ten Minute durfte ein Ujpest Spieler vorzeitig zum duschen, jedoch schaffte es die Heimelf in Unterzahl eine Minute später zum Siegtreffer und drehte das Spiel. Sämtliche Leute waren am durchdrehen…geil…das ist Fußball.

 

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  27.02.11 Budaörsi SC - Rákospalotai EAC 2:1

Nachdem man ein wenig die Stadt besichtigte ging es in den Vorort zum nächsten 2. Ligisten

Budaörsi. Laut E-Mail sollte auf dem Hauptplatz(1204 Plätze) gespielt werden, jedoch entschied http://i1180.photobucket.com/albums/x412/Gavitello/BudarsiSC4.jpgman sich irgendwie vorher, doch auf dem anliegenden Kunstrasen das Spiel auszutragen. Machte kurzzeitig schlechte Laune, aber der Nebenplatz hatte wenigstens kleine Holztribünen mit 2 Stufen. Grob geschätzt hätten vielleicht 100 Leute darauf Platz gefunden. Die vorhandene elektronische Anzeigetafel konnte auf beide Plätze gedreht werden. Beim idyllischen Blick auf die Berge versammelten sich 48 Zuschauer bei freiem Eintritt auf dem KR, davon 5 Gäste. Am Ende ein temporeiches Spiel von Tor zu Tor, wobei es am Ende „nur“ zu einem 2:1 für Budaörsi reichte.

 

27.02.11 Vasas FC – FC Fehervar 0:0

http://i1180.photobucket.com/albums/x412/Gavitello/VasasSC3.jpgEintritt ins 18000er Illovszky Stadion gab es für 1500 Forint für die Haupttribüne, die den Charme eines verlängerten Buswartehäuschens hatte. Der nächste Optikmangel waren die mit Planen abgedeckten Stehränge. Eine Augenweide war die überdimensionale Anzeigetafel. Im Gästeblock versammelten sich grob geschätzte 450 Anhänger mit 13 Fahnen. In der Mitte wurde jedoch ein großer Platz gelassen, da die Hauptfahne der Red Blue Devils noch fehlte. Andere wollten ihre Fahne da hinhängen, wurden aber sofort drauf hingewiesen das der Platz frei bleiben muss…siehe Fahnenranking. Der Stimmungsblock der Vasas Fans konzentrierte sich auf etwa 70, die sich hinter 8 Fahnen am Rande der Haupttribüne breit machten. Die Gäste von Vidi mit 120-150 Leuten am singen, wobei bei den melodischen Dingen, weniger mit machten als beim brachialen „Zeug“. Irgendwie übertrug sich das langweilige Spiel auf die Ränge, da auf beiden „Plätzen“ nicht mehr viel los war. Von Vasas hörte man gar nichts und die Gäste hatten auch irgendwie Motivationslücken. Kurz laut wurde es erst wieder, als nach 60 Minuten ein Heimspieler vom Platz musste. Hinter uns nervte ein Rentner permanent mit „Heua Voooooschaaas“ rufen und das aller 2 Minuten mit 10 Wiederholungen. Ich hatte schon Angst, dass sich eine neue Art von Tinnitus bei mir entwickelt.


http://i1180.photobucket.com/albums/x412/Gavitello/VasasSC5.jpghttp://i1180.photobucket.com/albums/x412/Gavitello/VasasSC7.jpg
So früh wollte man eigentlich 09.30 aufstehen und gemütlich gen Tschechen machen, aber Gott sei Dank war man etwas eher wach und checkte früher aus als geplant. Als man die Tür des Hostels verließ, sah man gelbes Rundumlicht und einen Kran, der gerade dabei war unser Auto aufzuladen. Ein beherzter Sprint und das Übel konnte gerade noch verhindert werden. Nun wurde verhandelt…abschleppen sollte umgerechnet rund 100 Euro kosten. Da der Ordnungsamtkunde jedoch kein Englisch verstehen wollte, was er aber tat konnte man mit einer Dame in der Zentrale reden. Mit der handelte man die Hälfte aus, da das Auto noch nicht aufgeladen war. Also wurden 43 Euro gegeben und die Reise konnte weiter gehen. Den Schock erst einmal verdaut entschied man sich anstatt Autobahn zu fahren über die slowakischen Landstraßen zu „eiern“ um 70km zu sparen und etwas von Land und Volk zu sehen. So erreichte man pünktlich Ostrava und besichtigte noch das Mestsky Stadion vom 2. Ligisten FC Vitkovice.

28.02.11 Banik Ostrava – Sparta Prag 0:2

http://i1180.photobucket.com/albums/x412/Gavitello/BanikOstrava.jpgAngekommen am Stadion nun erst einmal Schock Nummer 2 des Tages. Irgendwie wurden Tickets aufgrund der Sicherheitslage nur bis 12 Uhr mittags verkauft, war aber vorher so nicht auf der Vereinshomepage ersichtlich. In einem kleinen Büro am Stadion wurde nun versucht noch etwas zu machen. Die Damen wurden paar Mal „genervt“, dass man doch nur wegen dem Spiel hier 800km mit dem Auto auf sich genommen hat, was die Damen nach 10 Minuten einknicken ließen. Man konnte zur Managerin ins Büro und ich zeigte ihr auf meinem GMX Account, dass ich eine Mail am Dienstag zum reservieren geschickt hatte. Sie entschuldigte sich und druckte die Karten unter Abgabe des Personalausweises für 210 Kronen aus. Da hatte man mal wieder Schwein gehabt. Ein eisiger Wind fegte durch das weite Rund, was aber wirklich einen grandiosen Charme hatte. Große Haupttribüne mit rot-blauen Eisensitzen, dazu die gigantische gerundete Gegengerade mit FCB Aufschrift. 8133 Zuschauer wollten sich das Montags-Live Spiel nicht entgehen lassen, davon 70 Gäste nur aus Prag. Von allen Zuschauern hatten etwa 2/3 blau-weiße Wintermützen auf, was schon eine große Geschlossenheit symbolisierte. Die dreieckige Heimkurve nur spärlich gefüllt, da nicht jeder der Kibice eine Fancard sich zulegen will, so kam es vor dem Stadion zu einer Demo von etwa 200-250 vermummten Jugendlichen gegen diese Karte. In diesem Mob sah man auch etliche Fanartikel der befreundeten Polen aus Katowice. Zum Spielstart gab es eine Plastikbahnenchoreo auf der Gegengerade, was irgendwie zum kurzzeitigen Stimmungsboykott aufrufen sollte. 5 Minuten toten Stille im Stadion, bis auf einmal der Capo bis zur Gegengeraden lief und Schals und Fahnen gen Himmel empor gestreckt wurde und das Vereinslied brachial gesungen wurde. Nach 20 Minuten fiel das 1:0 für die Gäste, was die Stimmung nicht herabsinken lies. Dauerhaft getragene Gesänge von Kurve und Gegengerade habe ich so auch noch nicht erlebt. Abgerundet wurde dies durch den ein oder anderen Wechselgesang. Die Gäste aus Prag zündeten 4-5 Stroboskope verteilt über die 90 Minuten, ansonsten war recht wenig von ihnen zu hören. In der 60ten Minute wurden 3 kleine blaue Rauchdosen von der Gegengerade gezündet und in der Kurve gab es Glitzerkonfetti Aktion. 10 Minuten später erstrahlten unter Fahneneinsatz 8 Bengalos gen Ostravaer Himmel. Man verließ nach Abpfiff das Stadion und bestaunte den Mob aus Jugendlichen die zielstrebig Richtung Innenstadt rannten.

 


http://i1180.photobucket.com/albums/x412/Gavitello/BanikOstrava3.jpghttp://i1180.photobucket.com/albums/x412/Gavitello/BanikOstrava15.jpg

 

Die Heimfahrt verlief recht unspektakulär über Polen, sodass man 1 Uhr ins Bett fiel und in Gedanken nochmal diese geniale Tour Revue passieren lies. 7 Spiele in 4 Tagen...3 Länder...genial...

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Kommentare
M
<br /> super ding - aber wieso kann man sich die fotos nicht vergrößern? oder gibt es da einen bestimmten trick?<br /> <br /> <br />
Antworten
E
<br /> <br /> "Sie" haben eine PM...wie gesagt, bin derzeit froh überhaupt Fotos halbwegs grafisch und geordnet einzufügen...mit Seiten wie "bilder-hochladen" wo man ein Vorschaubild hat und es dann größer<br /> wird ging es hier nicht...<br /> <br /> <br /> <br />