10.04.11 Randsportart Wasserball
10.04.11 SpVgg DD-Löbtau II – SpG Spremberg 11:8 [Wasserball]
10.04.11 SpVgg DD-Löbtau I – USV TU Dresden II 9:13 [Wasserball]
Es ist Sonntag in Dresden und perfektes Fussballwetter…man stellt sich den Wecker auf 8.00 Uhr, steht gemütlich auf, nimmt die Dame des Hauses an die Hand und läuft zielstrebig Richtung Innenstadt. Heute Mal kein Fußball!...Nein!...Wasserball…ja ihr habt richtig gehört…Wochenlang Rot im Kalender markiert dieses Highlight besagter Randsportart..Warum? Weil ein bekanntes Gesicht da gegen den Ball tritt, äh wirft…was eigentlich? Also sollte diese Sportart nun durch 2-3 Spielchen „fallen“. Sporthalle, äh Schwimmhalle liegt auf der Freiberger Straße in schönem sozialistischem Gewand. Auf der einen Seite gibt es einen Oberrang, wo vielleicht 200-300 Zuschauer Platz haben dürften. Wir kamen der Halle näher und hörten schon die Trommeln und Fanfaren der angekündigten 80 Gästefans aus Spremberg…der Schritt wurde schneller…wir gingen hinein…öffneten die Tür: gaaaanz schnell entledigte man sich aller Kluft die man an hatte, denn 30-35 Grad waren es bestimmt „da oben“…aber: „Wo waren die Trommeln und Tröten?“…hatte ich vielleicht die Nacht geträumt...Wir nahmen Platz…Wir waren die Einzigen. Die Löbtauer machten sich gerade warm, also im Wasser. Kurz nach 9 Uhr erklang nun der Anstoß/Anpfiff, ach was weis ich…wie Michael Phelps zu besten Zeiten schwammen nun die Außen Richtung Beckenmitte um den Ball zu ergattern. Gleich erkannten wir Beide: es müssen Tore geschossen werden…;-)…das Spiel doch recht „rasant“, trotz das einige Akteure doch das ein oder andere Gramm zu viel auf den Hüften hatten. Wäre die perfekte Sportart für mich, wäre ich nicht kurzsichtig(Schwimmbrillen sind verboten!!). Nachdem das anfängliche Schmunzeln über die unterschiedlichsten Bademoden und der Kopfbedeckung verschwandt, konzentrierte man sich nun auf das Spiel. Jede Mannschaft hat 30 Sekunden Zeit in einem 7 Minuten Viertel den Ball ins gegnerische Tor zu werfen. Dabei kann von überall geschossen werden, auch Ecken gibt es. Es spielen jeweils 6 Feldspieler und 1
Torwart in dem 25m Becken. Die Mannschaft unseres „Bekannten“ Löbtau legte auch recht passabel los und ging mit 6:3 in Führung. Dann kam irgendwie der Knick im 3ten Viertel und die Gäste aus Spremberg drehten auf, sodass es Ruckzuck 6:7 stand. Dann kam der Auftritt von Herrn K. (hätte ich ihm so nicht zugetraut)…er nahm nun die Verantwortung in seine Hände und drehte das Spiel durch 2 schöne Tore. Am Ende dann ein verdienter 11:8 „Heimerfolg“ für Löbtau, wobei Tor 11 aus 18m erzielt wurde.
Das 2t Spiel dann im Zeichen der „Aufklärung“: Herr K. kam zu seinen „Fans“ und musste im Interview ohne Pause Fragen beantworten: „Wieso hast du das im 2. Viertel gemacht?“, „Gibt es Strafen“, „Für was sind die beiden Kegel?“…Fassen wir zusammen: Ich schaue lieber Fußball ;-), jedoch waren wir uns Beide doch einig, dass es doch ein recht Interessanter Sport ist, dem zu wenig Beachtung geschenkt wird. Also in der Beliebtheitswertung weit vor Football…zurück ins Funkhaus!
