04.04.-07.04.2014 Kopenhagen
Ein kleiner Kurzurlaub mit Theresa stand an. Kurzentschlossen wurden die Flüge von Berlin nach Kopenhagen ab Berlin gebucht für knapp 60€ Retourn. In Kopenhagen angekommen wurde ein 72 Stunden Ticket für alle öffentlichen Verkehrsmittel gekauft was auch ausgiebig für die 200 Kronen(Umrechnungskurs zurzeit ca. 1:7,5) genutzt wurde. Die Hotelsuche stellte sich dagegen im Voraus etwas schwieriger heraus denn das Verhältnis von Preis und Lage sollte dann schon stimmen. Am Ende wurde man für doch recht schnell fündig im Rotlichtviertel im Hauptbahnhofgürtel wo man für 45€ inkl. Frühstück im Hotel „Absolon“ eincheckte. Gleich nachher ging es auch schon in die Innenstadt, da man ja bereits 9 Uhr gelandet war. Diese wusste in allen Belangen zu überzeugen trotz der vielen Baustellen innerhalb der Stadt aufgrund des Neubaus einer neuen Metrolinie. Entlang der „Stroget“(war bei Eröffnung 1962 die längste Einkaufsstraße der Welt) säumten zahlreiche Geschäfte, Restaurants und Pubs den Weg. Hier sah man auch schon das die Preise für den „Ostblockbilligfahrer“ doch recht fürstlich waren. Der Plan an einem der Folgetage mal ins Restaurant speisen zu gehen wurde schnell ad acta gelegt und sich „ostdeutsch“ mit Schnitten, Wurst und Käse aus dem Netto fürs Hotel eingedeckt. Am frühen Nachmittag wurde sich noch einmal fix zum ausruhen ins Hotel begeben, bevor es zum Spiel des Abends ging.
04.04.14 Hvidovre IF - BK Marienlyst 2:0
Mit der S-Bahn ging es nun nach Hvidovre. Das Stadion „Kæmpernes Arena“ liegt in etwa 5 Gehminuten von der der Haltestelle entfernt. Der Eintritt sollte hier ganze 80 Kronen kosten, so das man noch einmal eine Runde ging in der Hoffnung auf der Gegengeraden billiger weg zu
kommen oder gar kostenlos rein zu kommen. Der nette Rentner am gegenüberliegenden Tor wies einen jedoch ab und man löhnte zähneknirschend die knapp 11 Euro. Das Stadion dagegen schon eine kleine Augenweide und zurzeit das größte der Liga mit knapp 16500 Plätzen. Die große Haupttribüne wird umsäumt von 5-6 Reihen Holzbänken. Wie die Preise in der Innenstadt war das Angebot des Marketenders auch hier recht gesalzen: ein 5-Pack 0,4rer Carlsberg wurde für eine „günstige“ Sparversion von 150 Kronen angepriesen. Bei Bröndby am Sonntag sollten diese sogar „nur“ 200 Kosten. Der geneigte Klobasafetischist konnte dem Grillstand jedoch nicht wirklich aus dem Weg gehen und man war 35 Kronen ärmer. Dafür wusste die Wurst aber mit den Röstzwiebeln und frischen Gurkenscheiben voll zu überzeugen. Zum spielerischen braucht man dagegen kein Wort verlieren: Letzter gegen Vorletzter mit Regionalliga Niveau. Highlight das Tor in der Nachspielzeit.

05.04.2014
Das Frühstück im Hotel konnte völlig überzeugen. Danach ging es zum „Nyhavn“ welcher durch seine farbigen Giebelhäuser bekannt ist. Dazu gibt es zahlreiche Restaurants entlang des Kanals. Leider war das Wetter heute nicht ganz so optimal und der Wind wehte leicht frisch. Trotzdem ein schöner Ort um etwas zu verweilen.

Vom Hafen aus ging es nun etwa 2 km zu Fuß in den Stadtteil Christianshavn wo sich in unmittelbarer Nähe die Freistadt „Christiania“ befindet. Dies ist eine autonome selbstverwaltete Kommune von Aussteigern die von der Regierung geduldet wird. Seit 1971 wohnen dort in etwa 1000 Bürger. Man sagt das sich die Polizei nicht in dieses 32 Hektar großes Areal traut und wenn,
dann kam es in der Vergangenheit zu größeren Auseinandersetzungen und Barrikaden. Für Touristen ist dieses Areal jedoch frei zugänglich, wobei man aber bestimmte Regeln einhalten sollten: zum Beispiel darf man an bestimmten Orten keine Fotos machen oder halt auch nicht die Bewohner unbedingt fotografieren. Entlang der Pusher Street gibt es mehrere Stände wo man offen Drogen erwerben kann und an jeder Ecke riecht es anders. Je weiter man aber von dieser Straße weg kommt wird es eher alternativer und auch idyllischer. Man sagt die ganzen Häuser und Domizile wurden architektonisch errichtet, aber ohne einen Architekten, da es doch recht merkwürdige Gebäude gab. Zusammengefasst ist dieser Ort wirklich eine Empfehlung bei einem Kopenhagen Besuch: on man da unbedingt im Dunklen rein gehen sollte, sei mal dahingestellt.

Mit vielen neuen Eindrücken ging es nun mit der Metro und Bus in den Zoo. Der Kopenhagener Zoo stand die letzten Wochen eher negativ in den Schlagzeilen da eines der neugeborenen Giraffenbullen wegen Inzuchtverdachts erschossen wurde und vor Publikum zerteilt und den Löwen zum fraß vorgeworfen wurde. Dies sollte uns als kleine „Zoohopper“ jedoch nichtabschrecken und wir durften 160 Kronen je Person Eintritt legen, was wohl der teuerste Besuch bis jetzt war. Am Ende war es aber ein schöner Nachmittag: die Tiere sahen alle gepflegt aus und hatten auch viel Platz. Auf jeden Fall ist der Zoo somit auch einen Besuch wert, wenn man mal länger in Kopenhagen sein sollte. Er zählt auch noch zu einen der ältesten Zoos in Europa.

06.04.2014
Am Vormittag ging es nun noch einmal in den Norden nach Charlottenlund an den Öresund. Vom Bahnhof ging es etwa 1,5km durch einen Park ans Wasser. Direkt am Strand befindet sich auch noch ein Fort, wo noch etliche Eisenhaubitzen aus der Erde ragten. Bis 1932 wurde dieses noch als Seebefestigung genutzt. Nach einer kleinen Weile ging es wieder zurück zum Bahnhof da das erste Spiel des Tages auf dem Plan stand. Man hatte zuerst noch etwas Orientierungsschwierigkeiten was die Auswahl des richtigen Busses anging. Am Ende fand man aber den Richtigen und es ging etwa 30 Minuten durch die Stadt in Zone 3.

06.04.14 Akademisk Boldclub – FC Fredericia 1:0
Das zweite Spiel des Wochenendes sollte wieder in der 1. Division stattfinden. Leider spielte der FC Kopenhagen bereits 17 Uhr und nicht eine halbe/Stunde eher, da hätte man diesen und Bröndby machen können. Knapp 40 Minuten sind zwischen den beiden Stadien nicht unbedingt zu schaffen und man wollte auch keine 30-40 Euro für ein Taxi ausgeben. Also wurde dieses Spielchen an getischt. Ein Vögelchen zwitscherte das neben der Haupttribüne ein „geschlossener“ Eingang ist, der auch gleich genutzt wurde. Fürs gesparte Geld wurde dann gleich einmal eine Doppelportion Wurst gekauft, da die Dame auch irgendwie auf den Geschmack gekommen war. 2 überdachte Tribünen gab es hier zu bestaunen, wobei die Gegenseite für eine kleine Fangruppe genutzt wurde die ab und an auch einmal ein paar Laute von sich gab. Die Hintertorseiten waren noch beidseitig Stehplätze. Das Spiel schon rasanter als das vom Freitag inkl. ein paar netter robuster Aktionen der Akteure auf dem Platz.

06.04.14 Bröndby IF – Esbjerg fB 1:0
Von der Bahnstation Gostrup ging es zu Fuß in Richtung Stadion. Erst kurz davor konnte man erahnen das heute ein Spiel stattfinden sollte. Unser Eingang lag auf der Gegengeraden, wo man sich im Internet „ausversehen“ Tickets für U16 gekauft hatte für 50 Kronen. Leider wurde dies auch nicht kontrolliert, geschweige denn auch mal jemand meine Person: sollte eigentlich immer
so sein. Ich hätte quasi alles mit rein nehmen können. Der Außenbereich der Blöcke war stilistisch mit zahlreichen Graffitis versehen was schon Eindruck machte. Das Stadion ohne großen „Aha“ Effekt, wobei die Eckblöcke eher noch am meisten auffielen durch die Bauweise. Bereits 50 Minuten vorm Anpfiff war die Heimseite schon recht gut gefüllt und jeder Spieler wurde mit einem individuellen Lied in die Kurve gebeten zur Begrüßung. Echt beeindruckend. Die Spieler mussten nacheinander seine Aufwärmübungen unterbrechen und mussten zu den Fans laufen. 11600 Zuschauer waren es dann auch am Anfang, wobei das Ein oder Andere Bengalo und Blinker den Kopenhagener Abendhimmel sah. Theresa Kommentar: „Das riecht aber gut!“ Tolle Frau! Die etwa 160 Gäste blieben dagegen eher blass und machten nur ab und an auf sich aufmerksam. Die Heimkurve dagegen sehr melodisch und teilweise auch derb laut. Dabei viel das Baugerüst als Capoturm auf, was bestimmt eine breite von 3-4 Metern hatte und der Capo darauf recht eifrig zu Werke ging. Oftmals aber nur mit etwa 200 Leuten. Am Ende aber ein recht kurzweiliges Spielchen.
Nun waren die 3 Tage in Kopenhagen auch schon um und man kann nur feststellen: es wird auf jeden Fall noch einmal ein Besuch abgestattet. Am Morgen ging es dann auch zeitig gen Flughafen, wo man den Klassiker eines jeden Abfluges erlebte: der Zug vom Hauptbahnhof in Richtung Airport blieb auf offener Strecke in einem Tunnel stehen. Die ersten Minuten vergingen ohne jeglichen Kommentar, jedoch wurde dann durchgesagt das es Signalprobleme gab. Weitere Minuten gingen ins Land und der Puls erhöhte sich von Minute zu Minute. Man hatte aber einen guten Zeitpuffer von 1 Stunde bis zum Schließen des Gates eingeplant. Nach etwa 25 Minuten ging es dann aber glücklicherweise weiter und man erreichte noch rechtzeitig den Abflug. In Dresden angekommen wurde noch kurz „Körperwelten“ angesteuert. Dies stand schon ewig auf dem „Schirm“. Man wollte jedoch irgendwie mal in der Woche gehen, da man hörte das am Wochenende doch recht viel Andrang vorherrschen sollte. Fotos durfte man leider nicht machen und über die 17€ Eintritt regte man sich nach einem Wochenende in Kopenhagen auch nicht mehr auf. Am Ende aber ein würdiger Ausklang des verlängerten Wochenendes und eine Empfehlung für den Dresden Besuch. Die Ausstellung ist noch bis Anfang Mai in Dresden(zur Info).