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Eine Robbe auf Reisen

21.2.-28.2. Griechenland/Zypern Teil 2

einerobbeaufreisen

23.02.13

 

Nachdem man nun reichlich Schlaf nachgeholt hatte, ging es Vormittag wieder zu Fuß in Richtung Grenze, da das erste Spielchen 12 Uhr auf einem Nebenplatz des Atatürk-Stadions stattfinden sollte. Eigentlich wollte man in Nordzypern via Taxi oder Bussen reisen, jedoch legte man den Plan ad acta aufgrund der Preise und auch um etwas mobiler zu sein um eventuell auch etwas Kultur zu erhaschen. Also quatschte man die Informationsstelle direkt an der Grenze an, der uns eine Autovermietungsfirma bestellte. Der Herr holte uns auch direkt ab und fuhr mit uns zur Firma in Lefkosa. Das Auto wurde dann für 2 Tage gebucht und wir hatten nun einen Leihwagen für Zypern und Nordzypern. Auf dem Weg zum Stadion wollte man eigentlich mit einem Dönerfrühstück in Tag starten, aber unverschämte 15 Litas ließen und abschrecken, trotz langer Überredungsversuche des Gastwirtes. Wir gingen über die Straße in einen kleinen Tante Emma Laden und ich holte mir Frischkäsebrötchen für 1/5 des Preises, reichte ja zu.

 

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Göcmenköy IYSK U19 - Hamitköy SHSK U19 2:0

 

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Nun ging er los, dieser „Graupel“ in Nordzypern, da die Spiele leider ja bekanntlich verlegt wurden. Ich bin allerdings ja einer der nicht unbedingt stupide nach Informer sich Spiele raussucht, so kann es gern auch mal unterklassig oder ein normaler Sportplatz ohne Ausbau sein. Hier erwartete uns eine Art „Acker“ mit Rasenanteilen, dafür aber 2 kleine und geteilte Tribünen auf der Hauptseite für je 80 Zuschauer. Das Jugendspiel von heute war schon etwas besser als das gestrige, jedoch bekleckerten sich beide Mannschaft nicht allzu sehr mit Ruhm. Auffallend jedoch immer das ständige Diskutieren mit dem Schiedsrichter wegen jeder kleinen Entscheidung. Kurz vor Ende kam dann noch ein Herr umher, der eigentlich die obligatorischen 15 Litas einsammeln wollte für das Spielchen nachher, aber man machte ihm mit Händen und Füßen erkenntlich, dass man nur zu diesem Spiel da sein und nachher sich verdrücken wollte.

 

Yenicami AK - Türk Ocagi Limasol 3:1

 

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Nun fuhr man die etwa 10 Kilometer weiter um diesem Erstligaspiel beizuwohnen. Man kann es schon erahnen: was kam der Eintritt? Wie auch schon teilweise bei den Spielen zuvor, war auch hier nur eine Seite ausgebaut. Dafür gab es dann aber eine 9-stufige Tribüne die ihres gleichen in Sachen „Verfall“ sucht, immerhin für die erste Liga tauglich. Da Nordzypern ja kein anerkanntes UEFA Mitglied ist, spielen die ja auch nur um die goldene Ananas. Zu mindestens waren schon die Traversen stark verwittert und auch die ein oder andere Sitzschale hatte schon einen besseren Tag gesehen. Die Gäste versuchten irgendwie das Spiel zu machen, aber die Heimelf durch den Sturmtank Marke Poté hatte die bessere Chancenauswertung und fuhr die 3 Punkte ohne große Mühen nach Hause.

 

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Nach dem Spiel wollte man noch die Zeit bis zum Sonnenuntergang nutzen um noch an die Nordküste zu fahren. Unterwegs hielt man einer Orangenplantage an und sicherte sich ein paar dieser Früchte. Man kann schon sagen, dass es echt kein Vergleich ist mit dem Scheiß, den wir unseren Supermärkten kaufen können. Viel geschmackvoller und saftiger, ein Traum.

 

24.2.13

 

Früh ging es nun das x-te Mal zur Grenze und man holte sich einen Einreisestempel ab. Der Weg zum ersten Platz wurde auch recht sicher gefunden, jedoch machte die Pflege dieses Platzes nicht wirklich den Anschein als sollte da in einer Stunde ein Spielchen stattfinden, wobei es hier wenigstens noch eine vergammelte Tribüne nur aus Traversen gab. Also wurde Plan B gezogen, denn Harti hatte noch ein Spiel in Metehan einem Stadtteil von Lefkosa zur Sicherheit herausgesucht. Gekonnt verfuhr man sich erst einmal, sodass man mit dem nordzypriotischen Auto an der Autogrenze stand. Gekonnt gewendet passierte man die Stadtgrenze von Lefkosa mit der Botschaft „I´m happy to be a Turk“. Der Platz mit dem klangvollen Namen „Kemal Kücük Stadyumu“ war, sagen wir es einmal vorsichtig, ein Käfig.

 

Metehan SK - Kozan SK 3:1

 

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Für das Spielchen um die Uhrzeit und den doch recht angenehmen Temperaturen konnten sich ganze 70 Zuschauer begeistern. Wie gesagt, denn es war einfach nur ein Platz, der umzäunt war und man auch nicht hinein durfte.

 

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Nach dem Spiel hatte man noch genug Zeit um zur Burg „Ágios Hilárion“ zu fahren. Irgendwie hatte man das Schildchen mit dem militärischen Sperrbezirk übersehen, sodass man gleich einmal Anschiss vom „Wasserhohler“ der Armee bekam, da man Fotos vom Gebirge schoss.

 

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Oben angekommen hatte man dann auch nur eine kleine Plattform, wo man Bilderchen machen konnte. Da es hier aber aller x-Kilometer eine Kaserne gab und die Jungs irgendwie auf Berge stehen, hatte man es nicht immer leicht um ein paar geeignete Fotos zu machen. Jedoch hatte man hier oben einen genialen Ausblick auf die Nordküste und die Stadt Kerýneia.

 

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Nach den beiden folgenden Spielen wollte man eigentlich noch einmal hier hoch fahren um die Burg zu besichtigen, jedoch durfte man Nachmittag nicht mehr den Sperrbezirk betreten. Also ging es gleich nach Alsancak, wo man zuerst Schwierigkeiten hatte den Platz zu finden, aber die heimischen zeigten uns den Weg, sodass er in der Nähe des Meeres lokalisiert werden konnte.

 

Alsancak Yesilova SK U19 - Doganci SK U19 7:0

 

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Der Platz bot eine überdachte Tribüne inkl. einer kleiner separaten Holztribüne nebenan ohne Dach. Bei geschmeidigen 26 °C machte man es sich auf der Nebentribüne „bequem“ und genoss die Sonnenstrahlen, wobei der Rest der Zuschauer (30) lieber im Schatten verweilte. Wie das Ergebnis schon sagt, war das Spiel doch eine Recht eintönige Aufführung. In der Halbzeit stiefelte ich zur Hauptstraße los, da ich da einen Obstladen gesehen hatte. Das Kilo Orangen kam hier knapp 60 Cent, sodass man die anderen Jungs mit paar Orangen zum Mittag überraschte.

 

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Nach dem Spiel ging es fix gen Girne, wo das letzte Spiel des Tages stattfinden sollte. Am Hafen von Keryneia wurde kurz halt gemacht und gerade diese Touristengegend war wieder kein Vergleich zum Grenzbezirk. Alles gepflegt und sauber.

 

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Dogan Türk BSK - K. Kaymakli TSK 2:1

 

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Das Auto wurde direkt am Stadion abgestellt und es gab erneut Eintritt für 15 Litas. Gerade bei den Fußballspielen hatte man jedoch keine Probleme mit der Bezahlung in Euro, da diese alle nur 5€ haben wollten machte man dann auch knapp einen Euro gut. Das Girne 20 Temmuz Stadi hat eine Kapazität von etwa 7000 Plätzen, wobei Ausbau auf 2 Seiten ist. Eine überdachte Tribüne wird abgerundet von Hintertortraversen. Die Gäste dominierten die ersten 40 Minuten klar das Spiel, jedoch konnte Dogan in der 41. Minute den Führungstreffer erzielen und gleich nach der Halbzeit nachlegen. In der Halbzeit bekam der Schiri einen Schreianfall, da irgendwie keine Getränke bereit gestellt waren im Schirihäuschen in der Nähe der Eckfahne. Hier formierte sich auch das erste Mal in Nordzypern ein kleiner „Stimmungshaufen“ von etwa 20 Kindern, die dauerhaft versuchten etwas Stimmung in die Bude zu bringen und zur 2. Halbzeit auch eine Klopapierchoreo zeigten.

 

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Nach dem Spiel ging es schnell wieder gen Grenze, da wir den Mietwagen abgeben mussten und wir heute noch etwa 150km nach Paphos in Zypern fahren wollten. Dort wurde dann in einer Appartmentanlage für 15€/Nacht eingecheckt, wobei dies 2 Schlafzimmer/Küche/Wohnzimmer beinhaltetet. Hier wurden dann auch die mitgebrachten „Penise“ verspeist, eine Art Teigware mit Fleischfüllung, wobei ein Mitfahrer den Satz äußerte: „Schmeckt komisch, aber es schmeckt“.

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