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Eine Robbe auf Reisen

13.09.-20.09.14 Malta

einerobbeaufreisen

So, der lang ersehnte Jahresurlaub stand nun endlich an. Zuerst schwirrten so einige Pläne wieder einmal im Kopf herum und es sollte am Ende mit dem guten Mitsu via Serbien, Mazedonien nach Griechenland gehen. Da wir beide aber dann arbeitstechnisch doch sehr angespannt waren, entschied man sich für eine „smarte“ Variante und stückelte die 3 Wochen in diverse Ausflüge. Das erste Ziel sollte dann Malta werden, da man 2 Monate vorher noch recht günstige Flüge ab Wroclaw für 130€ bekam für eine Woche. Ob man da nach Berlin eiert oder nach Polen fährt macht am Ende nicht viel aus, da Leipzig und Dresden kaum noch interessante Angebote ausweisen. Kurz nach 8 Uhr wann dann auch gleich am ersten Urlaubstag Start und es ging gemütlich nach Polen inkl. einen Kielbasa-Frühstück auf einer Raststätte. Beim Flughafen buchte man via Internet einen der verfügbaren Parkplätze, wo man für 7 Tage knapp 60 Zloty bezahlen musste, was durchaus im Rahmen ist. Auf dem internationalen Flughafen von Malta angekommen wurde die Mietwagenfrage gar nicht erst gestellt, denn man kann relativ bequem eine ganze Woche Bus für 6,50€ fahren. Man muss allerdings beachten das Fahrten auf der Insel Gozo extra bezahlt werden müssen und somit dort nicht das Ticket von Malta zählt. Nun war man also auf Malta bei knapp 30 bis 35 Grad und in der Heimat regnete es. Eine kleine Genugtuung für das innere Ego. Interessant auch das hier auf den beiden Inseln knapp 420000 Einwohner auf 316km² leben. Dresden alleine hat nochmal fast 100000 Einwohner mehr. Vom Flughafen ging es nun mit der X1 gen Valetta, wo durch „Zufall“ fast auf direktem Weg das erste Spiel des Urlaubs stattfinden sollte. Ab der Busstation „Blata L Baida“ ging es nun zu Fuß die paar Meter zum Victor Tedesco Stadion.

 

13.09.14 Balzan FC - Birkirkara FC 3:2

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http://i1180.photobucket.com/albums/x412/Gavitello/20140913_173459_zps24ce4836.jpgSo stand man dann mit Rucksäcken und einem Koffer am Stadion und besorgte sich eine Eintrittskarte für das genannte Spiel. Hier gab es Doppelkarten, da 16 und 18.15 Uhr ein Spiel stattfinden sollte. Die Polizei am Einlass hatte wahrscheinlich auch so etwas lange nicht mehr erlebt das ein Pärchen mit vollem Gepäck das Spiel sehen wollte. 2 Herren nahmen uns dann auch an, wobei einer es doch etwas ernster nahm und wir durften alle Taschen und den Koffer öffnen und er durchwühlte unsere Unterwäsche. Hat ihm anscheinend gefallen, dem Guten. Drinnen dann bei guten 30 Grad und Sonnenschein auf der einzig bebauten Seite Platz genommen und erst einmal beim örtlichen Marketender Kaltgetränke geordert. Dabei wusste das CISK Lagerbier völlig zu überzeugen. Die Sonne brutzelte so auf einen ein und das Spiel war verbissen geführt. Durch die Hitze konnte man aber nicht wirklich von Qualität sprechen, denn das Niveau hatte maximal 5. Liganiveau in Deutschland. Hier sahen etwa 500 Zuschauer das 1. Ligaspiel auf Kunstrasen. Dabei viel einmal wieder die südländische Atmosphäre auf, da alles kommentiert und mit wilden Handgesten ausgewertet wurde. Die Spieler auch die Helden im wälzen auf dem Boden bei kleinen Fouls und bedrängen des Schiris bei fast jedem Pfiff.

 

Nach dem Spiel ging es dann nördlich zur Busstation „Pieta“, wo man mit der 12 gen Sliema fuhr. Der Bus gut gefüllt und es wurden auch nicht mehr alle Fahrgäste auf dem weiteren Weg hinein gelassen. Sliema liegt unmittelbar vor den Partyhochburgen in Paceville und St. Julians. Das Hotel für die ersten 3 Tage lag dann direkt auch am Meer inkl. Meerblick, wo man dann bei ein paar Getränken den Anreisetag ausklingen lies.

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Da man nicht wirklich die ganze Zeit am Wasser verbringen wollte ging es den nächsten Tag mit dem Bus nach Mdina/Rabat. Dabei konnte man das erste Mal erahnen wie der Verkehr hier abläuft. Die Busfahrer schon recht rabiat am fahren, sodass unser Fahrer gleich mal seinen Außenspiegel versenkte und in Einzelteilen abmontierte.  Die frühere Hauptstadt Maltas ist heute eine ruhige Stadt mit viel kulturellen Highlights im Landesinneren.

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Mdina war dann auch recht schnell abgearbeitet und man ging durch schöne, enge Gassen per pedes gen Rabat. Dort auch wieder zahlreiche enge Gassen und viele kleine Cafés. Kurzentschlossen ging es dann von Rabat mit dem Bus weiter nach Dingli an die Westküste um die „Dingli-Cliffs“ sich anzuschauen. Eine wirklich karge Gegend und man bekam kaum einen Einheimischen zu sehen. So kam es dann auch das uns eine Dame mit dem Auto mitnehmen wollte, da wir ganz allein und verlassen in der Pampa standen um auf den Bus zu warten. Wir lehnten aber dankend ab, da der Bus auch gleich kommen sollte, denn wir wollen ja noch weiter als Dingli, da das nächste Spiel an stand.

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14.09.14 Zebbug Rangers FC – Tarxien Rainbows FC 3:3

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http://i1180.photobucket.com/albums/x412/Gavitello/20140914_150524_zpsf2c0d95b.jpgMit dem Bus musste man mitten auf der Landstraße aussteigen um etwa 800m bis zum Stadion zu laufen. Auf diesem Weg kam man an kleinen Hallen vorbei, wo Keramik und Pfeifen produziert werden. Am Nationalstadion in Ta‘ Qali sollten heute auch wieder 2 Spiele stattfinden und wie bereits am Vortag sollte der Eintrittspreis bei 7€ für beide liegen. Wir suchten uns gleich einmal ein schattiges Plätzchen auf der Haupttribüne. Am Ende waren wohl ca. 600 Zuschauer im knapp 18000 Stadion. Davon gut und gerne 100 Gäste inkl. ein paar Fahnen. Interessant war auch das die „Heimfans“ des 2. Spieles bereits in der 20 Minute des Spieles kamen und Ihren Platz auf der Tribüne einnahmen inkl. Fahnen und Trommeln. Da hätte es in etlichen Ländern schon gescherbelt. Das Niveau nur leicht besser als das gestrige, was aber von den vielen Toren ablenkte. Ab und an gab es dann auch ein paar Gesangseinlagen, was man so nicht erwartet hatte. Die Hibernians dabei kreativer und stimmten sich auf Ihr Spiel 18 Uhr ein. War ganz nett.

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15.09.14 Valetta

 

http://i1180.photobucket.com/albums/x412/Gavitello/DSCN3386_zps99712e7b.jpgHeute ging es mal wieder mit dem Bus ins 30 Minuten entfernte Valetta. Vor dem Stadttor wurde ausgestiegen und es ging erst einmal mit den Touristenschwämmen in die Stadt. Bei Zeiten verlies man aber die Hauptroute und begab sich über Nebenwege durch die Stadt. Valetta hat nur knapp 6500 Einwohner als Hauptstadt, wobei man heute schon die angrenzenden Orte indirekt mit dazu zählt da alles irgendwie ineinander über geht. Auch hier wieder schöne enge Gassen inkl. vieler Hängebalkone und mal wieder 30 Grad plus was uns sicherlich 2 Liter Wasser plus trinken lies. Nach knapp 2,5 Stunden hatte man dann auch schon alles gesehen und man setzte mit der Fähre für 1,50€ nach Sliema über, da man so noch einmal einen schönen Blick auf die Festungsanlagen hatte.

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16.09.14 Gozo

 

http://i1180.photobucket.com/albums/x412/Gavitello/DSCN3405_zpsd81816a7.jpgWir suchten uns eine Route aus, wo man nicht unbedingt umsteigen musste mit unserem Gepäck. So verpassten wir auch gleich einmal unseren ausgesuchten Bus, was sich später dann aber als Glück heraus stellte, denn auf der einzigen Küstenstraße ereignete sich ein Unfall, wo 2 LKW zusammen stießen und der Busfahrer wahrscheinlich Zeuge war und von der Polizei festgehalten wurde. Wir konnten wie alle anderen über eine einspurige Holperstraße dem Unfall ausweichen. Aus dieser Straße wurde dann natürlich dann auch eine 2spurige für den Gegenverkehr. So kam es wie es kommen musste das ein Müllauto und unser Bus nicht Platz machen wollten bzw. ein wenig rüber zu fahren. Dies wurde dann südländisch mit Schweigen ausgeharrt und die Autos auf beiden Seiten hinter uns und dem LKW fingen wild an zu hupen, was unsere beiden Protagonisten nicht störte. Am Ende hatte unser Busfahrer aber die besseren Nerven und der Fahrer des Müllautos gab nach und fuhr zu Seite. Nach etwa einer Stunde kamen wir dann auch in Cirkewwa an, wo aller 45 Minuten eine Fähre nach Gozo übersetzt. Hier gibt es für die knapp 25 minütige Fahrt ein Ticket für 4,40€ Retourn, was man nicht weg schmeißen sollte, denn auf der Rückfahrt brauch man dieses dann wieder fürs Drehkreuz.

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In Vapur(Gozo) wurden wir auch gleich von der örtlichen Taximafia bedrängt die uns für „günstige“ 15€ nach Marsalforn fahren wollte. Wie gesagt, man braucht auf Gozo wieder extra Tickets, aber der Bus mit seinem 2h Ticket für 1,00€ ist dann natürlich unschlagbar und man wartet gern die 20 Minuten bis zur Abfahrt. Marsalforn auch ein typisches Fischerdorf mal gewesen und jetzt rein für den Tourismus da.

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Hier aber eher schon ruhiger und nicht so überlaufen wie die Ostküste auf Malta. Abends wurden dann die Angebote der zahlreichen Restaurants an der Uferpromenade gecheckt und lecker Fisch für 14€ verspeist. Etwas teurer, aber bei Fisch achte ich dann doch etwas mehr auf Qualität.

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Nächsten Tag sollte dann der erste Badetag anstehen. Wir hatten uns schon in Marsalforn umgeschaut, da gab es allerdings nur Steinstrand, der aber auch seinen Reiz hatte. Im Reiseführer lasen wir das knapp 4km von unserem Ort ein netter Sandstrand „Ramla Bay“ sein sollte mit rötlichem Sand. Also machten wir uns zu Fuß auf den Weg und legten auch etliche Höhenmeter zurück, so das wir total durchgeschwitzt in der Bucht ankamen.

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Die örtliche Ligenmafia wollte von uns dann auch gleich mal 10€ haben, was wir dankend ablehnten. Einer der Jungs sich dann auch gefeiert das er bald Urlaub in Deutschland macht und dafür 5 Tage nach München fliegt. München?-komm nach Dresden Junge.

 

18.09. Ir Rabatt(Vicoria)

 

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Der Vormittag sollte genutzt werden um die Hauptstadt der Insel Gozo zu besuchen. Hier wohnen knapp 7000 Einwohner was auch gleichzeitig das kulturelle Zentrum der Insel darstellt. Das einzige richtige Highlight ist eigentlich die Zitadelle im Herzen und der Markt. Interessant ist das Mitte des 15. Jahrhunderts fast die komplette Bevölkerung von Gozo von Sklavenjägern nach Nordafrika verschleppt wurde und somit Gozo viele Jahre nicht belebt war. Am Ende war es schon ein netter Ausflug mit einer Stadt die man gesehen haben kann, aber nicht unbedingt muss.

 

19.09. Gozo-Marsaskala

 

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Man suchte sich die einfachste Variante heraus um von Norden(Gozo) bis ganz in den Süden(Marsaskala) zu kommen. Trotzdem brauchte man für die knapp 50km knapp 3,5 Stunden. Bei dieser Fahrt war dann auch wieder von Vorteil das man sich fast immer einen Sitzplatz ergattern konnte, denn die Fahrer legten mal wieder eine rabiate Fahrweise an den Tag. Marsaskala war eher ein kleines verschlafenes Fischerdorf in englischer Hand. Viele kleine Bars säumten die Uferpromenade, allerdings nicht vergleichbar mit den Touristenhochburgen. Hier ließ man dann die Woche noch einmal bei einem lecker Abendessen ausklingen, wo wir für beide inkl. Getränken und Vorspeisen 32€ bezahlen durften, was eigentlich nen super Preis ist.

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Abschließend kann man sagen das Malta wirklich eine Reise wert ist. Zypern hatte mir letztes Jahr vielleicht einen Tick besser gefallen, aber im gesamten war es schon sehr schön. Man muss halt vorher überlegen was man im Urlaub erleben möchte: baden-Kultur oder Party. Danach sollte man sich vorher seine Orte aussuchen. Jedoch wer einen Kurzurlaub plant, hat auf jeden Fall in einer Woche Malta Zeit vieles zu sehen und sich gleichzeitig zu erholen für noch recht erschwingliches Geld.

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