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Eine Robbe auf Reisen

07.09.-22.09. ITA-CRO-MNE-ALB-SLO Teil 3 Hajduk-Dinamo

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14.09. HNK Hajduk Split – GNK Dinamo Zagreb 2:0

 

17 Uhr ging es dann zu Fuß zum „Poljud“, wo aus allen Himmelsrichtungen die Massen daher strömten. Man machte es sich auf den Zugangstreppen zum Stadion bequem und kredenzte noch ein kühles Karlovasko und beobachtete das rege Treiben auf dem Stadionvorplatz.

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Auffällig mal wieder hier das fast jeder nur einen Schal bei sich hatte und diese zum Großteil um den Bauch gebunden waren, also quasi das komplette Gegenteil zum „Tannenbaumsyndrom“ in Deutschland. Eine knappe Stunde vorher ging man nun ins Stadion, wo am Ende knapp 30000 Zuschauer sich einfinden sollten, davon etwa 800 Gäste aus Zagreb hinter den bekannten Fahnen der BBB und der „Dinamo Svetinja“ Fahne und zahlreichen Sektionsfahnen.

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In der Tribüne „Sjever“ war auch reges Treiben, da eine Choreo vorbereitet wurde. Irre nun das Geschehen auf den Rängen des gesamten Stadions: Dinamo läuft auf den Platz zum warmmachen und geht in einem gellenden Pfeifkonzert und wilden Gepöbel unter. Ob Jung oder Alt, jeder zeigte in irgendeiner Art seine Abneigung gegen den Erzrivalen. Die Gäste stimmten sich mit dumpfen Trommelrhythmen auf die 90 Minuten ein. Ein lautes „Diiinamo Zagreb“ ging wieder unter gellenden Pfeifkonzert unter. Nun konnte das Spiel beginnen: die Choreo von Hajduk wurde in 2 Teilen durchgeführt.

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Nachher stimmte nun zu Beginn fast das ganze Stadion in die Gesäge ein, was bei mir dann auch gut Gänsehaut hervorrief. Was dagegen aber dann im Laufe des Spieles mehr abflachte. In der Heimkurve dann auch eher der rechte Teil hinter der Torcida Split Fahne am supporten und der Rest eher verhalten.

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Dinamo dagegen die 90 Minuten permanent am abdrehen mit vielen Klatscheinlagen, was sehr zu gefallen wusste. Durch die eher schlechte arkustische Bauart des „Poljud“ jedoch waren diese kaum lautstark zu vernehmen. Nach der Choreo gab es dann erst einmal ein paar orangene Rauchtöpfe am Zaun, was schon mal recht nett aussah.

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Auffällig ist auch, dass vieles manchmal etwas unkoordiniert wirkt, denn über die 90 Minuten gab es immer mal wieder hier und da Rauchtöpfe, Bengalos oder Böller. Genauso ist es schon beindruckend wie die Menschen hier Fußball leben, da fast alle die gesamte Spielzeit über vor Ihren Sitzen stehen und sich keiner beschwert das jemand nichts sieht. In der Halbzeitpause musste man dann kurz das WC aufsuchen, wobei sich dies als kompletter Vorbereich der Blöcke kristallisierte, denn jeder pinkelte in irgendeine Ecke, sodass man kaum trockene Bereiche vorfand um zum eigentlich Klo im unteren Bereich vorzudringen. Für Frauen gab es auch keine extra Klos, was so manchen komischen Gesichtsausdruck auf der holden Weiblichkeit beim Sammelklo hervorrief. Man hoffte nun das „i-Tüpfelchen“ zu Beginn der 2. Halbzeit zu sehen, jedoch gab es leider nichts optisches zu sehen. Nach starker kämpferischer Leistung machte Hajduk nun das völlig verdiente 1:0 und die Massen rasteten aus und die Tribüne Sjever begann zu „brennen“.

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Zahlreiche Böller in den Innenraum untermalten das Geschehen, wobei in Deutschland mal wieder alles abgebrochen werden würde. Hier interessierte es keinen und das Spiel ging ganz normal weiter. Nach dem Hauptfeuerwerk brannte es nun die restliche Zeit immer mal weiter und zahlreiche Böller wurden gezündet. Nach dem 2:0 für Split zündete nun auch BBB und entsorgte alles im Innenraum. Beindruckend aber auch wieder das trotz der Niederlage weiterhin bedingungslos die Mannschaft angefeuert wurde.

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Die letzten 5 Minuten des Spiels steht nun das ganze Stadion und feiert lautstark Ihre Mannschaft, wobei selbst auf der Gegengerade das Ein oder Andere Bengalo abgebrannt wurde. Man stelle sich mal unsere Hornbachtribüne vor, wo mal im M oder P Block wild gezündet wird, Wahnsinn. Nach dem Spiel ging es dann durch die Nacht in Richtung Apartement, wo der Sieg mit einem Hupkonzert und Autokorso gefeiert wurde. Am Ende war es mal wieder ein beeindruckender Abend und der Gewissheit noch „Gänsehaut“ verspüren zu dürfen trotz des Einheitsbreis in Deutschland oder der geliebten „Graupelspiele“ im Ustecky Kraj.

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